Für das 3D-Internet kristallisieren sich immer mehr ernstzunehmende Anwendungen mit deutlichem Mehrwert heraus. Wo es um dreidimensionale räumliche Darstellungen geht oder in Anwendungsbereichen, in den man die dritte Dimension für die Organisation komplexer Informationsstrukturen besser nutzen kann, sind die Vorteile klar erkennbar.
Reiner Text ist ein Werkzeug, um Sachverhalte zu beschreiben. Leider ist geschriebener Text wie dieser hier sehr abstrakt: wenig visuell, nicht auditiv: Schwarze Punkte auf weißem Hintergrund oder umgekehrt wie hier auf Avameo. Das Problem ist, dass die Sachverhalte selbst, die wir mit Text beschreiben wollen, immer komplexer werden. Aus diesem Grund wird die Leistung, um vom abstrakten Text zu einer konkreten Interpretation zu kommen, immer anspruchsvoller.
Durch die visuelle Unterstützung wie Videos sind viele Dinge einfacher darstellbar und deshalb einfacher erfassbar, was wir an dem Erfolg von Videoportalen ablesen können. In der Industrie haben wir es oft mit komplexen Arbeitsabläufen für Produktionsprozesse zu tun.
Gegenwärtig erforschen wir, wie wir künftig Workflows im 3D-Internet einfach und schnell, d.h. generisch abbilden können, um zum Beispiel Produktionsprozesse abzubilden. In unserem aktuellen Projekt haben wir händisch eine Workflow-Engine für Second Life entwickelt, die es uns erlaubt, Reihenfolgen zu beschreiben, Zustände eines Workflows zu speichern und Plausibilitätsprüfungen im 3D-Workflow durchzuführen.
Einen interessanten Beitrag zum Thema Second Life in der Industrie haben wir heute auf industrie.de gefunden:
Dezember 2015: Sie haben es geschafft. Ein neuer Spannmechanismus an ihrer Maschine senkt die Rüstzeiten um weitere 30 %. Die Bearbeitungssimulation binden Sie in Ihre virtuelle Welt ein – im dreidimensionalen Internet – und laden Ihre Kunden ein, sich diese einmal anzuschauen.
In dem Artikel geht es um die Nutzung des 3D-Internets als Arbeitswerkzeug, dass virtuelle, dreidimensionale, gemeinesam geteilte Räume realisiert, in den man kollaborativ zusammenarbeitet.
Stefan Seitz, vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) hierzu:
„Es erlaubt uns, die 3D-Welten – in unserem Fall zwei Fabrikhallen – sehr schnell zu erstellen.“
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