Gestern hat unser zweiter Arbeitskreis E-Learning in Second Life stattgefunden. Unsere Streifzugautorin, Stephanie Posselt, hat diesmal die Sim von swiss project vorgestellt. Die Simulation eines Küchenbrandes, über die wir schon einmal berichtet haben.
Für die 20 Avatare der Teilnehmer war die Küche zwar etwas klein, aber es war kuschelig…
Ich hatte das Gefühl, dass, durch die verschiedenen Interaktionen der Teilnehmer während der Brandsimulation, der Rechner der Sim ganz schön was zu tun hatte. Wenn fünf Leute gleichzeitig von einem virtuellen Telefon die Feuerwehr rufen, und vier andere dann die Notrufnummer in den Chat eingeben… schön durcheinander:-)
Aber trotz allem ist die „Message rübergekommen“: Trotz heißer Friteuse immer einen kühlen Kopf bewahren, und: es gibt Fehler, die macht man wahrscheinlich nur einmal!
Ich finde es gut, dass man in solchen serious Games Fehler machen, und aus ihnen lernen kann. Und zur Qualität des Lernens kann ich jetzt sagen, dass es ein spürbarer Unterschied ist, ob ich Stephanies Artikel lese und denke: “Na logo, erst Stecker raus…“ oder ob “ich” in dem Geknister stehe, das nervige Pfeifen des Feuermelders im Hintergrund habe, und zusehen kann, wie das Feuer sich ausbreitet. Da ist die Sache mit dem Stecker nicht mehr ganz so „logo“…
Das Einzige, was ich trotz aller Begeisterung für diese Simulation zu bemängeln habe, ist der fehlende Hinweis auf die tatsächliche Gefahr. Ich bekam eine Email von einem Teilnehmer, der schrieb: „Fettbrände sind saugefährlich.“
Bei mit hat diese Mail etwas ausgelöst. Eine fast vergessene Erinnerung an meinen Versuch, einen außer Kontrolle geratenen Benzinkocher zu löschen… Diese Erfahrung war einiges heftiger als die Sim.
Ich will nicht sagen, dass die Sim den Brand verniedlicht, und zum Nachspielen zu Hause anregt, aber ich würde mir wünschen, im Ausgangsbereich vielleicht noch ein paar Videos zu haben, wo gezeigt wird, was REAL passieren kann.
Wie zum Beispiel dieses Video, das die Simulation wie ein Kinderspiel aussehen lässt …






Hallo
Falls es euch interessiert, wie man diese Küchenbrand-Simulation für einen Sprachunterricht nutzen kann, könnt ihr auf meinem Blog einen Unterrichtsplan, Fotos und Videoauafzeichnungen finden. Am Ende ist auch eine Diskussion mit Lehrern und Schülern: http://slexperiments.edublogs.org/2010/01/25/its-burning-what-now/