Von Forschern, Schnorrern und virtuellen Welten…
Ständig reden wir hier über das Lernen in virtuellen Welten, wie toll Simulationen sind, wo man nichts kaputt machen, und trotzdem einen Lerneffekt mitnehmen kann. All Jene, die diese Erfahrung schon gemacht haben, nicken jetzt innerlich, die Skeptiker werden sagen: „Ich kann auch ohne 3D lernen“…
Auf einer Grundlage, die sich ausschließlich auf persönliche Gefühle stützt, kann man meiner Ansicht nach schlecht etwas vernünftiges Aufbauen.
Also muss geforscht werden, es müssen Statistiken geschaffen werden, die belegen, ob 3D einen Mehrwert hat, oder nicht, oder nur bei kollaborativ veranlagten Menschen oder, oder, oder…
Einer Derjenigen, die sich mit dem Thema „Lernen in 3D Welten“ wissenschaftlich befassen, ist Johannes Moskaliuk vom Institut für Wissensmedien in Tübingen, seines Zeichens Kognitionsforscher.
An Hand von 6 Thesen, die in Form von Säulen überall auf der Insel des Knowledge Media Research Center aufgestellt sind, stellte er gestern den Teilnehmern des Arbeitskreises die Insel seines Instituts vor, und berichtete ausführlich über den Rahmen seiner Forschung, deren Arbeitsumgebung in Zusammenarbeit mit SLTalk & Partner entstanden ist.
Inhaltlich wollte er noch keine Angaben machen, da erstens die Versuche noch nicht vollständig ausgewertet waren, und zweitens die Anwesenden keine Informationen erhalten sollen, die sie von einer Teilnahme an künftigen ähnlichen Versuchen ausschließt.
Trotzdem gab es interessante „Nebenprodukte“, wie die Frage nach der Sprachbarriere. Um den Probanden so wenig wie möglich zu beeinflussen, führen Roboter durch den Versuch. Durch die Sprachvorgaben dieser Roboter können aber Unklarheiten bezüglich der Anweisungen unter Umständen nicht geklärt werden, der Versuch wird wertlos. Wie stellt man also in einer internationalen Umgebung sicher, dass die Probanden die Versuchssprache beherrschen, und die Aufgabe verstehen? Was taugen Übersetzungsprogramme?
Für mich ist jedenfalls seit gestern eins wissenschaftlich fundiert: Wenn irgendwo 150 L$ Aufwandsentschädigung warten, lassen sich viele Leute zu Dingen hinreißen, von denen sie keine Ahnung haben. „Lieber dem kmrc unnötige Arbeit machen, als dafür 70 Stunden irgendwo zu Campen….“
Wir werden jedenfalls am Ball bleiben und freuen uns auf weitere Experimente!






Danke für den Bericht!
Schade, dass ich die Führung verpasst habe, aber Urlaub muss auch mal sein.