Bisher hatte Linden Lab nahezu alleinigen Anspruch auf den Markt immersiver kollaborativer 3D-Echtzeit-Environments mit ihrer proprietären Middleware-Plattform Second Life. Jetzt bekommt Linden Lab tatsächlich mächtig Konkurrenz durch den “OpenSource-Clone”, der längst gar kein Clone mehr ist. Tatsächlich handelt es sich um eine offene 3D-Middleware-Plattform, die bereits mächtige Erweiterungsframeworks für PlugIns bereitstellt. In Zukunft sind in OpenSimulator verschiedene Programmiersprachen und Zahlungssysteme integrierbar.
Nicht selten geschah es Pionieren und Innovatoren in der Internetgeschichte, dass Sie zwar die Basis legten, dann aber überrannt wurden, weil entscheidende strategische Fehler gemacht wurden oder weil man durch blinde Arroganz entscheidende Faktoren nicht wahrgenommen hat. Ich errinnere mich da an Netscape und Brokat.
Aber richtig wach rüttelte mich der gestrige Artikel auf HyperGridBusiness.com.
Maria Korolov zählt die Regionen des “Social Open Grids” zusammen und kommt auf über 6500 Regionen, die auf Basis von OpenSimulator bereits heute existieren. Bisher ist OpenSimulator, dass einzig ernstzunehmende Konkurrenzprodukt zu Second Life von Linden Lab. Nach meinen Schätzungen dürfte das ein Landvolumen von 20-25% von den auf Second Life betriebenen Regionen sein. Die ersten Communties wenden sich bereits von Second Life ab und wandern auf OpenSimulator basierende Welten ab. Deshalb bereist unsere tapfere Pio auch regelmäßig die OpenSimulator-Welten, die zunehmend stabiler, perforanter und attraktiver werden!
Gelingt der Schlag, die einzelnen auf OpenSimulator basierenden Grids zu einem echten HyperGrid mit Teleport zu verbinden, verliert Linden Lab mit Sicherheit weitere Anteile an das OpenSource-Pendant.
Neben Augmented Reality, Human Interfaces und den Bandbreiten für das mobile Internet, ist OpenSimulator ein weiterer wichtiger Faktor für anstehende Technologiekonvergenzen, um Virtuelle Welten zu etablieren.






Moin Moin Herr Wunderland ;-)
Stimmt schon so im allgemeinen mit dem “Abluchsen” der Marktanteile. Dazu aber nur ein kleines Beispiel, wie die Regionen bei den Anbietern auch so angenommen werden.
IM OSGrid sind zum Beispiel 3136 Regionen registriert bzw. online. Das sind schon wahnsinnig viele “Sims” aber wenn man dann einen Blick auf die aktuell eingeloggten Benutzer wirft, dann kommt man nicht wirklich auf den Gedanken, dass da viele Marktanteile abgenommen werden. Im Augenblick sind es 40 Residents, die im gesamten OSGrid online sind.
Ich denke, wenn man auf dem gleichen Level wie Linden Labs ist, dann werden einige aus SL abziehen, nur sehe ich das noch nicht in naher Zukunft. Da muss, wie auch du sagst, noch einiges passieren.
Gleichzeitig bin ich aber auch mal gespannt, ob LL etwas in Sachen neuer Software macht. In sämtlichen Interviews wird es seit Monaten angekündigt und nie kommt etwas…
Wenn LL weiter so “lahmarschig” Fortschritte macht, dann wird über einen längeren Zeitraum gesehen sich die Open-Source Alternativen durchsetzen. Wenn die aber mal aus’m Knick kommen, dann könnte ich mir aber auch ein weiter bestehendes Wachstum vorstellen.