Dörte Giebel/Dora Quar: Inworld PR & Networking für eLearning-Projekte in Second Life
Für den Arbeitskreis E-Learning in virtuellen Welten hat das neue Jahr grandios angefangen. Die „PR Göre“ Dörte Giebel, in SL Dora Quar, von Laub und Partner, und Pressesprecherin des forum-distance-learning, die erst seit wenigen Monaten in SL aktiv ist, hat mit ihrem Vortrag für einen großartigen Jahresauftakt gesorgt.
Neben herkömmlichen Powerpoint Folien, nutze sie konsequent die Möglichkeit der Positionierung im 3D Raum.
Durchschnittlich 35 Avatare waren zu Gast im Hörsaal AVAMEO auf der Kybernethik1, dazu kam als Special Guest Zana Kohime vom virtual Worlds best practice elearning aus Kanada.
Wir interpretieren die hohe Teilnehmerzahl dahingehend, dass es eine nicht ausreichende Zufriedenheit bezüglich Sichtbarkeit und Vernetzungspotential, sowie der Suchfunktion in SL zu geben scheint.
Die Grundlegende Frage, auf die Dörte Giebel ihren Vortrag aufgebaut, hat war:
Nehmen wir Second Life als Austragungsort wahr, an dem wir unsere, in RL geplanten, Aktionen umsetzten, oder ist es ein digitaler Mikrokosmos, in dem ähnliche Mechanismen in Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit herrschen, wie im realen Leben?
Die daraus resultierenden Fragen waren: Was unternehmen wir InWorld, um Sichtbar zu sein, was unternehmen wir in RL, um auf unsere InWorld Aktivitäten hinzuweisen?
Wie erscheinen wir anderen Menschen InWorld, wenn wir ihnen begegnen?
Die Öffentlichkeitsarbeit in RL scheint dabei ganz gut zu laufen. Neben Twitter und Social Media Plattformen, wie Facebook, werden natürlich auch die verschiedenen Blogs befeuert, um eine InWorld Aktivität ins rechte Licht zu rücken.
Den Begriff Googleranking kennen scheinbar alle, und es wird viel getan, um hier sichtbar zu werden.
Mit der InWorld Suche hingegen, sah es etwas anders aus. Es war fast schon eine gewisse Betretenheit zu spüren, als Dörte die Teilnehmer bat, die Anzahl der Suchergebnisse für „Party“ mit denen für „elearning“ zu vergleichen...
Eine ebenso große Kluft scheint auch zwischen dem SL Profil und den Sozial Media Plattformen im 2D Net zu bestehen.
Mir wurde dabei klar, warum es im Straßenverkehr eine gesetzlich geregelte Mindestprofiltiefe gibt. Ein Profil gibt Haftung und eine große Fläche für Anknüpfungsmöglichkeiten, Sicherheit.
Aber das ist scheinbar im Straßenverkehr nicht jedem bewusst, und schon gar nicht in SL. Dort lassen viele Profile den Gedanken aufkommen, dass ihre Besitzer ebenfalls mit abgefahrenen Reifen am Straßenverkehr teilnehmen....
Also: Mindestprofiltiefe in SL!
Dafür gab es eine Reihe von Übungen und Aktivitäten, über die die Teilnehmer ihr Profil „schärfen“ und „vertiefen“ konnten.
Der dickste Motor nutzt bekanntlich nichts, wenn die Reifen die Kraft nicht auf die Straße bringen, oder die ganze Fuhre auf schwierigem Terrain ins Schleudern gerät!
Weitere Punkte, die in Bezug auf das Profil angesprochen wurden, waren die Darstellung einer Gruppenzugehörigkeit über dem Namen (ich nenn´ das Ding gerne „Dienstausweis“), und die Picks, also die Lieblingslocations, die nicht nur etwas über den Profilinhaber aussagen, sondern auch für den Betrachter so etwas wie eine vorselektierte Liste von Empfehlungen ist.
Quasi das Ergebnis einer neuronalen Suchmaschine
So entwickelte sich der gestrige Abend zu einer kleinen Wellnesskur für Avatare.
Um den Vernetzungsgedanken zu fördern, hatte Dörte Giebel die reizende Idee, eine Art „Solidarpakt“ zu schließen.
Auf einer Karte, des vorerst deutschsprachigen Europas, werden alle RL Standorte von SL E-Learning Anbietern markiert. Die Karte wird bei jedem, der auf Ihr vermerkt ist, auf der Insel aufgestellt. Die Markierungen dienen dabei als Teleports zu den entsprechenden SL Repräsentanzen. Als Beispiel, weil’s schön einfach ist, sei die VHS Goslar und der Campus Hamburg genannt. In SL steht beim Campus Hamburg eine solche Karte und sowohl Hamburg als auch Golsar sind, neben vielen anderen, darauf markiert. Wenn die Markierung von Goslar nun angeklickt wird, gibt’s einen Teleport an die VHS Goslar in SL, wo wieder eine solche Karte steht. So hat man die Möglichkeit, alle e-learning Centren, die an dieser Aktion teilnehmen möchten, zu besuchen, und gleichzeitig noch einen Bezug zum RL geschaffen.
Voraussetzung für eine Markierung ist allerdings: derjenige, der markiert werden will, muss diese Karte auch bei sich in SL aufstellen!
Torrid Luna hat für die Realisierung des Pojektes ihr Know-How und ihre Arbeitszeit zur Verfügung gestellt!
Als kleine Motivation und Zukunftsaussicht, hat Dörte Giebel noch einen Gast eingeladen, der dem Arbeitskreis ein wenig von den e-learning Aktivitäten jenseits des großen Wassers erzählt hat.
Zana Kohima, in RL Marlene Brooks, ist an der Memorial University of New Foundland (Kanada) tätig, und darüber hinaus Mitorganisatorin der SL Konferenz “Virtual World Best Practices in Education”, zu der am 12. und 13. März innerhalb 48 Stunden 5000(!) Avatare erwartet werden. Da diese aus verschiedenen Sprachregionen kommen, sollen die Veranstaltungen simultan übersetzt werden.
Linden stellt für diese Aktion 40 Inseln zur Verfügung, und die Beiträge werden von der Veranstaltungsinsel live auf die Nachbarinseln gestreamt!
So was wie „Publicviewing“ in SL...
Zusätzlich machte Dörte noch auf den Fernstudientag in Deutschland aufmerksam, der am 26. Februar statt finden wird. Neben Dia Diqui, RL Matthias Rückel, der sich dort in SL präsentiert, bietet Avameo eine Plattform an, die anderen e-learning Institutionen die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren. Unsere Plattform wird dann auf www.avameo.de gestreamt.
Somit hat die Veranstaltung nicht nur viele praktische Tipps ergeben, wie man sich mit einfachen Mitteln noch besser darstellen kann, sondern auch auf Events hingewiesen, auf welchen man sich dann, frisch „gepimpt“, sehen lassen kann
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