
Im Zusammenhang mit virtuellen Welten können sich in Europa derzeit nur die Forscher der Arbeitsgruppe “Kognitive Neuroinformatik” an der Uni Bremen die Kugel geben. Denn sie verfügen über ein noch seltenes genutzes Human Interface, in Form einer drei Meter durchmessenden Kugel, einer Art begehbarem Trackball.
Grundsätzlich dient das Gerät dazu, dass man, ähnlich wie in einem Hamsterrad, endlos darin laufen kann, ohne sich physisch vom Fleck zu bewegen. Wobei die Kugel, im Gegensatz zum Hamsterrad, nicht nur eine, sondern endlos viele Richtungen zuläßt.
Andere Firmen haben das mit einer unglaublichen Förderbandkonstruktion erreichen wollen, die von der Eleganz der Kugel allerdings weit entfernt war.
Wenn man dem humanoiden Hamsterersatz nun einen kabellosen Cyberhelm aufsetzt, kann man ihm den Eindruck vermitteln, er bewege sich in einer virtuellen Welt, die er über die Optik des Helmes zu sehen bekommt.
Diese Technik nutzt die Uni Bremen, um herauszufinden, wie Orientierung im Kopf funktioniert, also welche Hirnprozesse ablaufen, wenn man sich in unbekannter Umgebung bewegt.
Somit sind neben der Kognitionsforschung auch andere Anwendungsbereiche denkbar, wie z.B.die Erweiterung der Katastrophenschutz Simulation in Second Life, oder einfach nur “Fit mit World of Warcraft” ;-)
Ganz interessant finde ich hierzu auch die Sportart namens Zorbing bzw. das Water-Zorbing. Mittels einer transparenten Kugel läuft man über das Wasser: