
Eine große Gamerseite berichtete heute über das Spielen in der Zukunft. Dabei wurden 10 Punkte angesprochen, die für die Zukunft relevant werden sollen, die ich mir aber auch allgemeiner vorstellen kann:
- Human Interfaces
- Holodecks im Wohnzimmer
- Motioncapturing für zu Hause
- Immer Online
- Das unheimliche Tal durchqueren
- Spiele machen glücklich
- Singleplayer Games gibt’s nicht mehr
- Spiele werden die Schule ersetzen
- 2D wird „retro“
- Virtuelle Realität
Die Eingabemöglichkeiten für Spieler werden umfangreicher und doch weniger. Große, begehbare Plastikbälle machen virtuelle 3D Welten physisch erkundbar. Dafür fallen die kleinen Steuerelemente wie –kennt ihr noch?- der “Joystick” weg. Die Steuerung der Zukunft erfolgt über Gesten.
Wenn die 3D Projektion sich schön weiterentwickelt, werden diese Nachrichtenformate auch zuhause zu bekommen sein. Und noch toller wird es, wenn man sich seine Nachrichtensprecherin selber gestalten kann ;-)
Wenn wir nun aber keine Nachrichtensprecherin bei uns zuhause haben, sondern uns die Trainingswelt von Matrix ins Wohnzimmer holen, um Morpheus mal so richtig aufzumischen, wäre ein Gerät nötig, dass unsere Bewegungen aufzeichnet und interpretiert. Da kommt die fortgeschrittene Kinect ins Spiel. Die Gamer in 10 Jahren sind alle sehr athletisch gebaut!
Welche Auswirkungen ein die ständige Verbindung zum Internet haben wird, ist nur schwer vorstellbar. Augmented Reality Anwendungen nehmen sicherlich zu und gewinnen an Komplexität. AR-Litfaßsäulen, interaktive Werbeschilder,die niemand mehr bekleben braucht, der individuelle Reiseführer, der an jeder Ecke steht, wenn man ihn braucht…. in menschlicher Gestalt versteht sich. Verschiedene Informationskanäle für AR Spiele, Navigation oder Kunst können nebeneinander in der physischen Welt bestehen.
Wir haben also eine Holographische Umgebung, Bewegungsscanner und virtuelle Mitmenschen in 3D. Wie wäre es, wenn die Programmroutinen hinter den virtuellen Figuren so gut werden, dass es uns schwer fällt, zwischen Mensch und Maschine zu unterscheiden? Diesen Unterschied macht nur noch die physische Interaktion. Aber wie lange noch?
Spieleconsolen erkennen via Scanner den emotionalen Zustand einer Person, und offerieren das Spiel, das in der Vergangenheit den größten „Happynessfactor“ hatte, um die Person wieder glücklich zu machen
..und schon schreit der Drogenbeauftragte in mir…
Wenn Spiele an Komplexität gewinnen, werden sie für den Einzelnen nicht mehr schaffbar sein. Somit ist die Kommunikation einzelner Spieler notwendig. Z.B. über Tipps und Tricks, die im Spiel für andere Spieler hinterlegt werden können, und nicht mehr nur auf Onlineplattformen wie Buffed.de verfügbar sind, sondern zum Spiel dazugehören.
So lassen sich auch in der physischen Welt an bestimmten Stellen AR-Marker setzen, über die man Informationen verbreiten kann. Z.B. Empfehlungen bei Restaurants usw.
Gar kein so unwahrscheinlicher Gedanke, wenn man bei “Spiel” an eine Lebenssimulation denkt. Schon heute können bestimmte Szenarien in Second Life erlebt werden, allerdings noch mit manuell gesteuertem Avatar. In 10 Jahren werden wir unser Avatar sein. Die Interaktion wird einfacher, und im Grunde müssen wir nur noch den Umgang mit einer Technologie erlernen, die uns alle Inhalte ins Haus bringt. Vernetzt mit anderen Lernenden, in 3D und beliebig skalierbar.
… ist es das nicht schon??! :-D
Das, was wir heute aus Welten wie Second Life, OpenSim oder von Spielen wie World of Warcraft her kennen, wird mit Hilfe der Technik den Monitor verlassen, und um uns herum manifestieren. Für die Gegenden, die keinen 3D Projektor haben, können verschiedenste Projekte mit Hilfe von Augmented Reality Brillen umgesetzt werden. Der virtuelle Kiosk, der keine Stellplatzmiete zahlen braucht, und mir meine bestellte Ware nach Hause schickt. In 10 Jahren werden AR-Marker nicht mehr aus Schwarz-Weiss-Codes bestehen, sondern aus Alltagsgegenständen wie Laternen, die in Verbindung mit GPS-Ortung unverwechselbar werden.
wie AR heute schon aussieht, seht ihr hier ;-)
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