3D zum Anfassen

Für alle Technikfans hat der Spiegel heute noch mal einen Resonanzauslöser gebracht. Einen Bericht über den Stand der Technik im Bereich der 3D Human Interfaces. Er berichtet von 3D Monitoren, für die man keine Brille benötigt, und über dreidimensionale Bilder, die man anfassen kann. In Bezug auf die digitale Knetmasse in Second Life stelle ich mir das Ganze sehr interessant vor, nur frage ich mich ernsthaft, ob diese Science Fiction Wundergeräte jemals den Markt erblicken werden.

Nur noch eine Anmerkung, falls irgendwer tatsächlich eine solche Technologie vermarkten will: Wir schreiben gern einen Testbericht ;-)

MultiTouch – Das Ende der Computermaus?

Wir rennen der Technolgieentwicklung hinterher, so oftmals die Meinung. Tatsächlich beobachten wir aber immer wieder, dass innovative Technologie Zeit braucht, bis sie in der breiten Masse ankommt. So hat das iPhone die MultiTouch-Technologie massentauglich gemacht, deren Forschung in den 1990er Jahren begann und erstmals durch Jeff Han’s Firma Perceptive Pixel vermarktet wurden. U.a. verkaufte er auch Mutli-Touch-Wände an die CIA.

Über Pixelsebi bin ich via Facebook auf dieses sehr beeindruckende Video gestoßen. Es zeigt den Einsatz eines MultiTouch-Screens für die Steuerung des MultiTouch MIDI-Emulators Traktor Pro.

Gerade im DJ-Bereich scheint sich auch zunehmend das iPad als Eingabe- und Mischpult zu positionieren, wie man in dem folgenden Video mit einer iPad DJ App sehen kann. Weitere Infos über iPhone DJApps findet man auch unter ifranznation.de

Dass sich Technologien wie MultiTouch etablieren, merkt man u.a. auch daran, wie stark diese in anderen Systemen integriert bzw. unterstützt werden. So werden MultiTouch-Ereignisse im Firefox 4 Beta 3 bereits unterstützt (siehe Golem) und die ersten Linux-Treiber wurden bereits Juni 2009 vorgestellt (heise).

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Haptische Interfaces für 3D-Interaktion auf IEEE Symposium

Über neuartige Eingabegeräte wie beispielsweise die 3D-Maus von Connexion haben wir ja schon öfter berichtet. Interessant sind allerdings Eingabe- oder Feedbackgeräte, die eine haptische bzw. kinestäthische Erfahrung zulassen.

Der Erforschung haptischer Interfaces wird eine besondere Bedeutung zugesprochen, da das reichhaltige körperliche Erleben Virtueller Welten mit hoher Wahrscheinlichkeit die breite Akzeptanz solcher Medien fördert. In den ersten Stunden beobachten wir in unseren Seminaren bei ungeübten Benutzern immer wieder Unsicherheit und Schwindel. Die sensomotorische Entkoppelung der visuellen Wahrnehmung vom Perspektivenwechsel bei der Benutzung virtueller Welten kann für den ungeübten zu der sogenannten Simulatorkrankheit führen, die sich in Form von Unsicherheit und Schwindel auswirkt. [Weiterlesen...]

Das letzte Aufbäumen von Palm?

Mit dem neuen Palm Pre Plus versucht Palm ein erneutes und vielleicht letztes Aufbäumen auf dem Smartphone-Markt gegen das iPhone von Apple und Android-basierte Handys. Zwar hat der neue Palm Pre Plus zahlreiche Features und Verbesserungen, wie die Märkische Allgemeine berichtet, allerdings ist es ein klassisches Handy mit einer physikalischen Tastatur.

Ich glaube, dass physikalische Tastaturen ausgedient haben und sich virtuelle Tastaturen wie auf dem iPhone oder dem Android durchsetzen werden. Das Palm Pre Plus hat zwar auch TouchScreen-Funktionalitäten, ich denke aber, dass es besser und konsequenter für den Nutzer und die Usability ist, auf die physikalische Tastatur zu verzichten. Allein schon deshalb, weil die QWERTY bzw. QWERTZ-Tastatur bald ausgedient haben wird, wie das folgende Video zu dem Verfahren MessageEase zeigt. MessageEase ist eine völlig neue Tastatur, mittels der man, mit etwas Übung erheblich schneller als auf einer QWERTY-Tastatur sein kann.



Primesense liefert Human-Interface-Technologie für Projekt Natal

Bereits im Juni letzten Jahres haben wir auf das Microsoft-Projekt Natal aufmerksam gemacht. Es handelt sich quasi um eine Gestik-gesteuerte XBox von Microsoft. Bisher war unklar, wer die Technologie der neuen “human interaction”, der “natural interaction” liefert. Die natürliche Steuerung ermöglicht die Firma PrimeSense™, die sich auf diese neue Art der Interaction mit Geräten spezialisiert hat.


In Verbindung mit virtuellen Welten und Augmented Reality eröffnen sich hier natürlich neue Dimensionen der Interaktion. Für die Detailsteuerung denke ich allerdings nicht, dass “alternative” Navigationsgeräte wie beispielsweise die 3D-Maus von Connexion obsolet werden.

CeBIT: Brain Computer-Interface steuert Avatare

Auf der Cebit zeigt die Firma g.tec Guger Technologies OG, wie man einen Second Life Avatar mit Gedanken via BCI (Brain Computer Interface) steuert.


g.tec Guger Technologies OG findet an Stand Nr. D02 (Halle 09).

Weitere Infos zu dem Thema findet man auch über unsere Suchmaschine.

Konvergenz: Augmented Reality, Virtuelle Welten, Human Interfaces

Die Konvergenz von Augmented Reality, Virtuellen Welten und Human-Interface-Innovationen wie Microsoft Natal für die xBox 360 in Verbindung mit dem mobilen Internet, werden unsere Welt fundamental umkrempeln.



Seit 2006 beobachten wir diese Technologien und es ist erstaunlich, wie schnell diese in die Massenmärkte Einzug erhalten. [Weiterlesen...]

Neue Touch-Interfaces

Über den aktuellen Artikel über größere Touch-Displays für Smartphones auf heise.de bin ich auf die französische Firma Sensitive Objects aufmerksam geworden. An dem Unternehmen ist Motorola beteiligt und man munkelt, dass Motorola in Kürze mit einem Android-Phone auf den Markt kommen will.

Auf YouTube habe ich ein Video aus 2007 über die Technologie ReverSys-R gefunden:


Das Spannende an der Technologie ist wohl, dass die Touch-Eingabefeld auf beliebigen Material erfolgen kann, also Glas, Metall, Plastik, Holz, … Wenn ich es richtig verstanden habe, wird die Position des Klicks durch eine Richtmikrofontechnik geortet! Faszinierend!

Human Interfaces – Die Tastatur und Trägheit der Gesellschaft

Nur schleichend setzen sich Innovationen im Bereich Human Interfaces durch. Nehmen wir das Beispiel der Tastatur. Kaum Jemand kann sich vorstellen, wie man einen Text ohne Tastatur zustandebringt. “Blödsinn”, werden die meist konditionieren Nutzer sagen. Wenn nicht durch eine Tastataur Text zustande kommen soll, wie dann? Dabei ist das alte QWERTZ- bzw. QWERTY-Tastatur längst hinfällig. Die Anordnung der Tasten des QWERTZ-Tastutlayouts entstand durch mechanische Einschränkungen bei den alten Typenhebel-Schreibmaschinen. Sie macht also aus heutiger Sicht weder Sinn, noch ist sie ergonomisch oder ökonomisch. Als sinnvolle Alternative existiert das bereits in den 30er Jahren von August Dvorak entwickelte Dvorak-Tastatur-Layout. Das Layout steht zum download bereit und ist in wenigen Minuten auf jeden Windows-Rechner installiert. Trotzdem nutzt es kaum jemand. Ein Grund dafür, ist die breite Konditionierung der Masse auf die QWERTY-Tastatur und die Trägheit umzulernen, wobei ich mich hier nicht ausschließe.

Der Zukunftsmanager Dr. Pero Micic beschreibt die Trägheit der Gesellschaft in seinen aktuellen Newsletter an Zukunftsmanager wie folgt:

All denen zum Trotz, die langfristig oder gar im vierwöchigen Rhythmus neue Zeitalter ankündigen: Gesellschaften sind träge, weil die menschlichen Werte und Bedürfnisse träge sind. Es braucht schon traumatisierende Erfahrungen wie Kriege, Naturkatastrophen oder radikale Systemwechsel, wie ihn die Bürger Ost-Deutschlands erlebt haben, um Menschen aus dem einen Gleichgewicht durch eine Zeit der Krise in ein neues Gleichgewicht zu katapultieren.

Dabei bezieht er sich auf gesellschaftlichen Wandel und Änderungen, deren Tragweiten viel gewaltiger für die Menschheit sind, als der Umstieg auf eine Tastatur-Alternative. Aber wie sollen wir das schaffen, wenn wir noch nicht einmal den Umstieg auf ein anderes Tastaturlayout schaffen? Vielleicht, so hoffe ich, weil diese Prozesse für die Menscheit notwendiger sind! Vielleicht, weil wir keine andere Chance haben.

Ein weiterer Hemmschuh für den Durchbruch einer Innovation im Bereich des Eingabe-Interfaces Tastatur sind die bestehenden Industrien, die festhalten an ihrem Geschäft. Dabei brauchen wir eigentlich gar keine physischen Tastaturen mehr, wie dies das iPhone bereits zeigt. Und eigentlich brauchen wir noch nicht einmal ein “klassisches” Layout wie Dvorak oder Qwery, wie folgende iPhone-App MessagEase zeigt:


Dieses Video zeigt, wie man mit nur einem Finger, komplette Texte schreiben kann, ohne Tastatur, mit der Dasher-Software:



Kontaktlinse als Display

Der Spiegel-Online berichtete gestern über eine Kontaktlinse, die in der Lage ist, Bilder für das Auge darzustellen. Entwickelt wird die Innovation von einem Team um Babak Parviz von der University of Washington in Seattle. Ein Prototyp wird Ende November auf der Biomedical Circuits and Systems Conference in Peking vorgestellt.

Auf YouTube habe ich dazu folgendes Video zur Thematik gefunden: