Schurkencoder und ein beschädigter Smaragd

Ich fand ihn immer sehr sympatisch, den Secondlife Viewer mit dem grünen Logo. Mit Emerald konnte man sehen, wohin ein anderer Avatar gerade guckt, sich quer über eine Sim zu einem anderen Avatar teleportieren, und auch das Doppelklick-teleportieren innerhalb der Sichtweite auf einer Sim war möglich. Alles Standartfeatures des Clients, sehr nützlich bei Fortbildungen in der virtuellen Welt von Second Life.

Plötzlich ist der Emeraldviewer das Produkt von Schurkencodern. Er hat einen Code enthalten, der DDoS (Distributed Denial of Service) Attacken ausführt, und damit die Webseite von Hazim Gazov angreift. Hazim ist selbst Entwickler eines anderen Third Party Viewers, also ein Mitbewerber und heftiger Kritiker des Emerald Viewers. .

Eine Stellungnahme der Firma Modular Systems dazu befindet sich auf ihrem Blog, VWI rollt die ganze Sache sehr schön in deutscher Sprache auf.
SL Inside verweist dabei auf diese Quelle.

Auf der Liste der von Linden empfohlenen Viewern ist der grüne Smaragd jedenfalls nicht mehr zu finden, obwohl Modular Systems eine Umstrukturierung des Entwicklungsteams und der Software gestern ankündigte.

Der neue Viewer soll nun schnellstens auf http://EmeraldViewer.net zur Verfügung stehen, in der Hoffnung, wieder auf die Third Party Viewer List zu kommen. [Wenn der Link noch nicht geht, isses noch nicht so weit] ;-)

Jailbreakme! Wenn das iPhone nach Freiheit ruft

Was bisher mit schwerer Bastelabreit verbunden war, folgt nun einem früheren Zewa-Slogan: “Mit einem Wisch ist alles weg!”

Das bezieht sich natürlich nur auf die von Apple verhängten Einschränkungen, die laut Gerichtsurteil in den USA, nun umgangen werden dürfen. Das geht allerdings auf Kosten der Gewährleistung, d.h. falls anschließend ein iPhone nicht mehr funktioniert, ist Apple aus der Verantwortung.

Seit diesem Urteil gibt es eine, meißt überlaufene, Seite Jailbreakme.com, die, per Eingabe über das Display, das iPhone knackt.

Grundsätzlich ist diese Funktion mit einer Schadenssoftware zu vergleichen, da eine Webseite Zugriff auf die geräteinternen Einstellungen bekommt, was bedeutet, dass es im iPhone eine massive Sicherheitlücke gibt. An der Schließung dieser Lücke arbeitet Apple gerade mit Hochdruck, und hat schon eine Beta Version des Betriebssystems veröffentlicht, die dem Hack einhalt gebieten soll.

Der Vorteil des Jailbreakens ist, dass man Apps installieren kann, die sonst nicht im Appstore zu kaufen, also nicht von Apple freigegeben sind. Der Nachteil ist natürlich, dass jede App mit Spyware, Viren und Würmern verseucht sein kann. Weiterhin kann das Multitasken dieser nicht freigegebenen Apps die Leistung des iPhones in den Keller drücken, was die Bedienung unkonfortabel macht.Es bleibt, wie immer eine Kosten-Nutzenrechnung…

Wie das Jailbreaken per Wisch funktioniert, zeigt dieses Video, in dessen Beschreibung bei youtube auch die unterstützen iPhonetypen genannt werden.



Nachtrag: Was im Kleinen geht, scheint auch im Großen zu klappen: Auch das iPad ist betroffen

Avination – Innovation im Rollenspiel

Computerspiele sind eine tolle Sache. Angefangen vom Zeitvertreib, über die Entwicklung seines eigenen Charakters, bis hin zur Organisation einer Community gibt es die verschiedensten Gründe zu spielen.
Und immer dort, wo sich viele Menschen angesprochen fühlen, ist auch viel Geld zu verdienen, wie uns die letzte WM deutlich gemacht hat.
Kein Wunder, dass es also eine Menge Unternehmen gibt, die trotz aller Raubkopiererei in Computerspiele investieren. Wie viele das sind, wie die Entwicklung verlaufen ist, und dass sich teilweise totentwickelt worden ist, zeigt diese Slideshow am Beispiel von Duke Nukem, einem Spiel, dass zum ersten Mal am 1. Juli 1991 veröffentlicht wurde, und neben Doom von 1993 Maßstäbe setzte.

Mittlerweile sind wir in Sphären angekommen, wo die Entwicklung eines Spiels ungefähr so viel kostet, wie ein Hollywood Kinofilm. So hat Starcraft 2 laut Wall Street Journal 100 MILLIONEN (!) US Dollar gekostet. Ebenso Red Dead Redemption

Warhammer Online hat in der Entwicklung einen 2 Stelligen Millionen Betrag gekostet, der durch den Verkauf der Spielesoftware und einer monatlichen Nutzungsgebühr rentabel werden sollte.
Nach zwei Jahren wurde nun das Spiel vom Verleger GOA an den Hersteller Mythic Entertainment “zurückgegeben” und die Spielsoftware steht zum freien Download zur Verfügung. Für den Spieler fallen nur noch die monatlichen Nutzungskosten an.

Da alle diese klassischen Spiele entweder eigens entwickelt worden sind, oder die Entwicklung zumindest durch Middleware wie z.B. einer Grafikengine von Crytek ergänzt worden sind, ist die Entwicklung teuer.
Wie oben beschrieben lässt sich eine Entwicklung nicht mehr aus der Portokasse bezahlen, da braucht es mehr.

Entweder mehr Geld, oder mehr Innovation.

Im Klartext bedeutet das, die Hersteller können weiter Unsummen in die Entwicklung ihrer Produkte pumpen, oder alternative Spielideen und Entwicklungsverfahren finden.
Und gerade was das Entwickeln von Spielideen angeht, hat die Spieleindustrie nicht viel Neues gebracht.
Die Klassiker sind Science Fiction, Fantasy und das Horrorgenre, die Handlung erlaubt einen gewissen Freiraum mit den vom Entwickler gegebenen Mitteln.

Kein Wunder, dass das einzige Neuerungspotential in der Technik steckt. Realistischere Grafik, riesige Welten und vielfältige Animationen.

Und die kosten eben Geld!

Also gucken wir uns die Innovation an….

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Android auf iPhone-Hardware

Via androidPIT bin ich heute auf auf diese Schlagzeile aufmerksam geworden. David Wang ist es gelungen ein Android-Betriebssystem auf einem iPhone 3G auszuführen. Gespräche können noch nicht geführt werden, ebenso wird der Sound noch nicht zu 100% unterstützt, trotz allem ist der “Hack” bemerkenswert. Am besten gefällt mir die Multiboot-Funktion. In dem Video zeigt Wang, dass er sowohl das iPhone OS als auch das Android OS booten kann.



Das geht natürlich nur mit “gejailbreakten” iPhones, was nicht im Sinne von Apple ist! Heiß diskutiert wird, ob ein Jailbreak strafbar ist, oder nicht. Nach Apple ist es ein Verstoß gegen das DRM und mit bis zu 5 Jahren Haft strafbar. Eine weitere Ausführung zum Thema findet man bei den Rechtsanwälten Borgelt & Partner.

“… Verschiedentlich wird die Ansicht vertreten, dass die Entfernung eines SimLocks oder ein Jailbreak die Umgehung einer technischen Schutzmaßnahmen sei, die gemäß § 95a UrhG und damit verboten ist. …”

Es ist unklar, ob ein Jailbreak die Umgehung einer technischen Schutzmaßnahme ist. Klar ist, dass durch ein Sicherheitsloch wohl nur ein Jailbreak möglich ist. Ein Jailbreak erlaubt es, dass sich der Anwender beliebige Software auf das unixbasierende Betriebssystem des iPhone installieren kann. So ist es beispielsweise möglich, durch einen Jailbreak zusätzliche Sicherheitssoftware zu installieren, die nicht aus dem Hause Apple kommt. Das Betriebssystem des iPhone ist ein angepasstes Mac OS X (Wikipedia), welches ursprünglich auf einem gekauften UNIX Betriebssystem basiert. Aus dem Wiki-Artikel geht hervor, dass Apple ganz schön “getrickst” hat, um das ehemals offene System so vermarkten zu können, wie Sie es aufgenblicklich tun.

Als Nutzer empfinde ich das iPhone als Taschencomputer, mit der zusätzlichen Möglichkeit, zu telefonieren. Ich empfinde es als starke Einschränkung, nicht die Software meiner Wahl auf diesen Computer installieren zu können. Inwiefern das einer Monopolstellung entspricht, auf einer breiten Betriebssystem-Infrastruktur nur “die eigenen” Apps zu vertreiben möge ein Jurist beurteilen. Das wäre aber meines Erachtens einmal eine Betrachtung wert.

Zudem finde ich, dass man das Aufheben eines SIMLocks gegenüber einem Jailbreak stärker differenzieren sollte. Das entfernen eines SIM-Locks erlaubt es, SIM-Karten beliebiger Telefonanbieter zum Telefonieren zu nutzen.

Aufmischung im iPad-Markt: WePad heißt jetzt WeTab, Erste Android-Clones aus China

Der auf Linux basierende iPad-Clone WePad heißt jetzt WeTab. Das schicke WeTab 3G mit 32GB Speicher kostet im Shop von WeTab 560 Euro und wird über die Amazon-Infrastruktur verkauft. Die Einführung des iPad von Apple ist in USA ein voller Erfolg und toppt die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen vom iPhone.



Bleibt abzuwarten, wie die Einführung in Deutschland läuft mit einem Konkurrenten der auf dem deutschen Markt noch schneller ist als Apple. Zudem ist das WePad offen, 100% OpenSource und hat eine offene Architektur, ebenso funktionieren Flash-Applikationen.

Zudem drängt ein weiterer iPad-Clone aus China auf dem Markt, der E7001 von Moonse, basierend auf dem Android-Betriebssystem.



Erste Studie zu Geldwäsche in virtuellen Welten

Dr. Clare Chambers von der University of the West of England Bristol startet eine Studie, die sich mit Geldwäsche in virtuellen Welten befasst. In dem 18-monatigen Projekt evaluiert Sie, ob mit dem Handel von virtuellen Gütern und Land Geldwäsche durchgeführt werden kann. Auf populären Plattformen wie Second Life werden bis zu 1 Mio. US$ pro Tag umgesetzt (siehe Statistiken).

Die Relevanz von Internetkrimialität wird durch den Europarat bestärkt. Auf dem diesjährigen CyberCrime-Kongress sind die Schwerpunkte Cyberkriminalität, Cybersecurity und Datenschutz. Durch Cloud-Computing und für die internationale Strafverfolgung werden neue Anforderungen notwendig, um künftig sicherer im Netz zu agieren bzw. um Delikte zu ahnden.

Das 3D-Internet saugt das 2D-Internet in sich auf

finally it is done! Linden Lab hat mit dem seit gestern zur Verfügung stehenden neuen Second Life Viewer 2 Beta ein Feature implementiert, dass wir seit längerem vermissen und deren Entwicklung seit 2007 verfolgen. Das Stichwort heißt “HMTL on Prim” oder “Media on a Prim” bzw. “Browser on a Prim”. Zuletzt berichteten wir von der NaviDemo, die dies eindrucksvoll zeigt.

Mit diesem lang ersehnten Feature wird das 2D-Internet, das sogenannte FlatNet buchstäblich in das 3D-Internet aufgesaugt, wie Phil Rosedale es einmal gesagt haben soll.


Mit diesem neuen Meilenstein in der Entwicklung von Second Life ist es jetzt tatsächlich möglich, vollwertige 2D-Webanwendungen zu integrieren und zu teilen. Es ist so, als ob sich mehrere Benutzer gleichzeitig ein Browserfenster teilen!



Die Anwendungsvielfalt ist schier unglaublich. Zum Einen können wir unseren eigenen Bildschirm live ins Netz streamen und für Schulungen zurück in Second Life übertragen, indem wir einfach einen Browser mit dem Stream in Second Life öffnen. Das wäre aber nur Selbstzweck. Wir können nun aber auch jede webbasierte Anwendung in Second Life teilen und schulen!

Ich bin der festen Überzeugung, dass dies ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung und Akzeptanz von Second Life ist.

Das sogenannte Flachland bzw. FlatNet wird nun endlich in die Dreidimensionalität, im 3D-Internet integriert. Hierzu ein kleines Video:



3D-Internetpionier LindenLab verliert Marktanteile an OpenSource-Clone

Bisher hatte Linden Lab nahezu alleinigen Anspruch auf den Markt immersiver kollaborativer 3D-Echtzeit-Environments mit ihrer proprietären Middleware-Plattform Second Life. Jetzt bekommt Linden Lab tatsächlich mächtig Konkurrenz durch den “OpenSource-Clone”, der längst gar kein Clone mehr ist. Tatsächlich handelt es sich um eine offene 3D-Middleware-Plattform, die bereits mächtige Erweiterungsframeworks für PlugIns bereitstellt. In Zukunft sind in OpenSimulator verschiedene Programmiersprachen und Zahlungssysteme integrierbar.

Nicht selten geschah es Pionieren und Innovatoren in der Internetgeschichte, dass Sie zwar die Basis legten, dann aber überrannt wurden, weil entscheidende strategische Fehler gemacht wurden oder weil man durch blinde Arroganz entscheidende Faktoren nicht wahrgenommen hat. Ich errinnere mich da an Netscape und Brokat.

Aber richtig wach rüttelte mich der gestrige Artikel auf HyperGridBusiness.com.

Maria Korolov zählt die Regionen des “Social Open Grids” zusammen und kommt auf über 6500 Regionen, die auf Basis von OpenSimulator bereits heute existieren. Bisher ist OpenSimulator, dass einzig ernstzunehmende Konkurrenzprodukt zu Second Life von Linden Lab. Nach meinen Schätzungen dürfte das ein Landvolumen von 20-25% von den auf Second Life betriebenen Regionen sein. Die ersten Communties wenden sich bereits von Second Life ab und wandern auf OpenSimulator basierende Welten ab. Deshalb bereist unsere tapfere Pio auch regelmäßig die OpenSimulator-Welten, die zunehmend stabiler, perforanter und attraktiver werden!

Gelingt der Schlag, die einzelnen auf OpenSimulator basierenden Grids zu einem echten HyperGrid mit Teleport zu verbinden, verliert Linden Lab mit Sicherheit weitere Anteile an das OpenSource-Pendant.

Neben Augmented Reality, Human Interfaces und den Bandbreiten für das mobile Internet, ist OpenSimulator ein weiterer wichtiger Faktor für anstehende Technologiekonvergenzen, um Virtuelle Welten zu etablieren.

Nebraska – nicht nur eine Insel in Second Life

Mit dem Projekt “Nebraska” bietet Linden Lab nun seinen Firmenkunden einen Stand Alone Server an, der hinter der Firmenfirewall arbeitet, und somit ein höheres Maß an Sicherheit bezüglich vertraulicher Daten gewährleisten soll.

Vorgestellt wird die Neuerung morgen, am 04.11.09 um 19:00 Uhr (wenn ich das mit der Zeitverschiebung richtig hinbekommen habe) per Livestream auf www.metanomics.net Weitere Infos gibt es hier.

OpenSimulator im normalen Browser

Wie im Oktober 2007 bereits berichtet, gibt es Bestrebungen, Second Life bzw. OpenSimulator durch eine Browser-Integration leichter zugänglich zu machen.

Die japanische Firma 3Di stellt dafür ein PlugIn bereit, das unter 3di-opensim.com bereitsteht. Leider ist die japanische Seite für Europäer schwer zu lesen. Für “Bastler” gibt es aber unter rezzable.com eine Anleitung, wie man seinen Firefox patchen und sich anschließend mit einem OpenSimulator-GRID verbinden kann.