Jailbreakme! Wenn das iPhone nach Freiheit ruft

Was bisher mit schwerer Bastelabreit verbunden war, folgt nun einem früheren Zewa-Slogan: “Mit einem Wisch ist alles weg!”

Das bezieht sich natürlich nur auf die von Apple verhängten Einschränkungen, die laut Gerichtsurteil in den USA, nun umgangen werden dürfen. Das geht allerdings auf Kosten der Gewährleistung, d.h. falls anschließend ein iPhone nicht mehr funktioniert, ist Apple aus der Verantwortung.

Seit diesem Urteil gibt es eine, meißt überlaufene, Seite Jailbreakme.com, die, per Eingabe über das Display, das iPhone knackt.

Grundsätzlich ist diese Funktion mit einer Schadenssoftware zu vergleichen, da eine Webseite Zugriff auf die geräteinternen Einstellungen bekommt, was bedeutet, dass es im iPhone eine massive Sicherheitlücke gibt. An der Schließung dieser Lücke arbeitet Apple gerade mit Hochdruck, und hat schon eine Beta Version des Betriebssystems veröffentlicht, die dem Hack einhalt gebieten soll.

Der Vorteil des Jailbreakens ist, dass man Apps installieren kann, die sonst nicht im Appstore zu kaufen, also nicht von Apple freigegeben sind. Der Nachteil ist natürlich, dass jede App mit Spyware, Viren und Würmern verseucht sein kann. Weiterhin kann das Multitasken dieser nicht freigegebenen Apps die Leistung des iPhones in den Keller drücken, was die Bedienung unkonfortabel macht.Es bleibt, wie immer eine Kosten-Nutzenrechnung…

Wie das Jailbreaken per Wisch funktioniert, zeigt dieses Video, in dessen Beschreibung bei youtube auch die unterstützen iPhonetypen genannt werden.



Nachtrag: Was im Kleinen geht, scheint auch im Großen zu klappen: Auch das iPad ist betroffen

Erste Studie zu Geldwäsche in virtuellen Welten

Dr. Clare Chambers von der University of the West of England Bristol startet eine Studie, die sich mit Geldwäsche in virtuellen Welten befasst. In dem 18-monatigen Projekt evaluiert Sie, ob mit dem Handel von virtuellen Gütern und Land Geldwäsche durchgeführt werden kann. Auf populären Plattformen wie Second Life werden bis zu 1 Mio. US$ pro Tag umgesetzt (siehe Statistiken).

Die Relevanz von Internetkrimialität wird durch den Europarat bestärkt. Auf dem diesjährigen CyberCrime-Kongress sind die Schwerpunkte Cyberkriminalität, Cybersecurity und Datenschutz. Durch Cloud-Computing und für die internationale Strafverfolgung werden neue Anforderungen notwendig, um künftig sicherer im Netz zu agieren bzw. um Delikte zu ahnden.

Sicherheitslücke in Second-Life-Client

heise meldete gestern eine Sicherheitslücke im Second-Life-Client, die es ermöglicht, die Login-Daten eines Residents zu erspähen. Dies wurde durch den Blogger Petko Petkov bekannt.

Linden Lab führt Identitätsnachweis in Second Life ein

Scheinbar ist System durch LL integriert. Das System soll auf freiwilliger Basis ablaufen. Zur Alterkontrolle können beispielsweise die Nummer des Führerscheins, des Reisepasses, des Personalausweises oder die letzten vier Ziffern der Sozialversicherungsnummer genutzt werden.

Der originale Blogeintrag von LL ist hier.